Eschenried, 25. April 2018

Bei strahlendem Sonnenschein überreichte Herr Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Marcel Huber im Karlsfelder Krenmoos den Förderscheck über 97.920 € zur Verlängerung des erfolgreichen BayernNetzNatur-Projektes „Neues Leben im Dachauer Moos“.

Die Vorsitzenden des Vereins Dachauer Moos e.V., Herr Bürgermeister Felbermeier, und des Landschaftspflegeverbandes Dachau e.V., Herr Bürgermeister Mundl, nahmen den Scheck für die Trägergemeinschaft des Projektes in Empfang und revanchierten sich mit einem Siegerfoto des Wettbewerbs moosARTig – einer taubesetzten Libelle von Andreas Dubitzky.

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Von links nach rechts: Frau stellvertretende Landrätin Lkr. München Ganssmüller-Maluche, Herr Bürgermeister Mundl, Herr Staatsminister Dr. Huber, Herr Abgeordneter Seidenath, Herr Landrat Löwl, Herr Bürgermeister Felbermeier
(Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

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Von links nach rechts: Frau Mayr (Regierung von Oberbayern), Herr Bürgermeister Mundl, Herr Bürgermeister Kolbe, Herr Rossa (Verein Dachauer Moos), Herr Abgeordneter Seidenath, Frau stellv. Landrätin Ganssmüller-Maluche, Frau Stadträtin Jacobs (Umweltreferentin LH München), Herr Landrat Löwl, Herr Staatsminister Dr. Huber, Herr Schlapp (Vorstand Bayerischer Naturschutzfonds), Herr Bürgermeister Reischl, Herr Oberbürgermeister Hartmann, Herr Bürgermeister Landmann, Herr Bürgermeister Kuchlbauer, Herr Bichler (Jagdschutzverein Dachau), Herr Bürgermeister Felbermeier
(Foto: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

Herr Bürgermeister Kolbe begrüßte als Karlsfelder Hausherr alle Anwesenden, unter Ihnen Herrn Abgeordneten Seidenath und Herrn Landrat Löwl sowie als Vertreter der Trägergemeinschaft Herrn Oberbürgermeister Hartmann, Frau Stadträtin Jacobs und Herrn Dr. Zauscher von der Kreisgruppe des BN. Herr Bürgermeister Kolbe hob hervor, dass sich die Gemeinde Karlsfeld in besonderem Maße an dem Projekt beteilige. So wurden in der bisherigen Projektlaufzeit von 2014 bis 2018 drei Grundstücke an der Würm und ein weiteres im Krenmoos angekauft.

Herr Landrat Löwl dankte den Aktiven vor Ort für ihr Engagement zum Erhalt der Artenvielfalt des Dachauer Moos. Dies komme allen Bürgern zu Gute. Die Münchner Umweltreferentin und Stadträtin Frau Jacobs freute sich über die gute interkommunale Zusammenarbeit zwischen der Landeshauptstadt und den beiden Landkreisen.

In seiner Rede lobte Herr Staatsminister Dr. Huber die Gemeinschaftsaktion der vielen Akteure. Nur gemeinsam lasse sich unser Naturerbe für nachfolgende Generationen erhalten. Das Moos habe auch eine große Bedeutung für den Klimaschutz. Nach der Renaturierung von Niedermooren können jährlich etwa 30 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr eingespart werden.

Das Krenmoos beherbergt laut des neuen Geschäftsführers des Vereins Dachauer Moos und ehemaligen Projektmanagers Robert Rossa eines der bedeutendsten Vorkommen des Kiebitz im Münchner Umland. Herr Minister Huber beobachtete den Kiebitz und konnte sich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass die Bauern mit dem Landschaftspflegeverband und dem Bund Naturschutz zum Schutz des Bodenbrüters zusammenarbeiten.

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(Fotos: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz)

Ein wahres Kiebitzparadies wurde im Rahmen des Projektes auf einer Ankaufsfläche des BN entwickelt. Eine Mulde sorgt dafür, dass auch in diesem trockenen Frühjahr noch das Lebenselixier eines jeden Moores – das Wasser – vorhanden ist. Hier finden nicht nur die Kiebitzküken ausreichend Insekten, auch andere Vögel wie der Flussregenpfeifer oder die Schafstelze nutzen die Fläche. Belohnt werden die Naturschützer mit mehreren Brutpaaren, die auf und um das Kiebitzparadies ihren Nachwuchs aufziehen.

In zwei weiteren Projektjahren wird die Trägergemeinschaft und ihr Projektmanager vom Büro FNL-Landschaftsplanung dort weitermachen, wo es aufgehört hat: Libellenfenster entlang der Gewässer schaffen, Streuwiesen pflegen, weitere Grundstücke erwerben und neue Biotope anlegen.
Denn die Arten- und Lebensraumvielfalt im Dachauer Moos steigert dessen Erholungswert und die Attraktivität der Landschaft für alle Bürger vor Ort..